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Fischfutter

Kleine Futterkunde

Für die Fütterung unserer Zierfische wurden früher ausschließlich lebendes oder getrocknetes Naturfutter verwendet.

Natürliches Lebendfutter wird heute fast nicht mehr eingesetzt, obwohl es zu dem besten gehört, was man seinen Fischen bieten kann. Für viele Aquarianer ist es einfach zu umständlich "tümpeln" zu gehen, weil naturbelassene Gewässer mit unbelasteten Wasserqualitäten entweder überhaupt nicht oder nur in erheblicher Entfernung vorgefunden werden. Wer jedoch die Möglichkeit hat sollte seinen Fischen so oft wie möglich solches Futter anbieten, weil es qualitativ das Beste ist. Für den Fang der Futtertiere empfehle ich mein Teichnetz und für das Aussieben der verschiedenen "Fraktionen ist der Siebsatz von Hobby zu empfehlen.

Die nächstbessere Variante ist gefriergetrocknetes Naturfutter, da bei dieser Aufbereitungsart die Nährstoffe und Vitamine weitgehend erhalten bleiben.

Am verbreitesten sind heute Flockenfutter im Einsatz. Dabei werden die Nährstoffe fein vermahlen zu einem Brei gemischt und dann bei ca. 160 °C auf Walzen gepresst und getrocknet. Sie sind sehr lange haltbar, jedoch gehen bei der Herstellung wegen der hohen Trocknungstemperatur viele Vitamine verloren. Als Erhaltungsfutter ist es jedoch gut zu gebrauchen.

Moderne Fischfutter werden heute als Granulat hergestellt. Das Futter ist durch den hohen Pressdruck wesentlich dichter und sinkt rasch zu Boden. Die Pressung wird bei bei relativ geringen Temperaturen (ca. 60 °C) vorgenommen, so dass viele Vitamine und Nährstoffe erhalten bleiben. Besonders empfehlenswert sind Granulate mit Astaxanthinzusatz, einem Farbstoff, wie er in Zyclops vorkommt. Dies unterstützt die Farbenpracht der Zierfische in erheblichen Ausmaß, so dass sie wesentlich intensiver ihre Farben zeigen.

Erst in den letzten Jahren ist es gelungen ein Granulatfutter zu entwickeln, dass bei niedrigen Temperaturen und nicht so hohen Pressdrücken hergestellt wird und somit die meisten Vitamine und Vitalstoffe erhalten bleiben. Es ist dadurch weich kann es auch von empfindlichen Fischen gut aufgenommen. Es wird unter dem Begriff Softperls angeboten.

Für die Aufzucht von Jungfischen ist natürliches Lebendfutter in Form von Artemianauplien in den meisten Fällen unverzichtbar. Die punktgenaue Erbrütung von Artemia gelingt eigentlich immer, so dass hochwertiges Futter für die kleinen Jungfische zur Verfügung steht. Es gibt aber auch ein staubförmiges Granulat, das in seiner Zusammensetzung genau dem Bedürfnis der Jungfische angepasst ist und als Sealife Proaktiv angeboten wird.







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